Vitaldorf der Zukunft

Projektakronym
Projektbeschreibung

Hauptziel des deutsch-niederländischen Gemeinschaftsprojekts „Vitaldorf der Zukunft“ im Rahmen des Förderprogramms INTERREG IV A war die bessere Einbindung älterer Mitbürger in ihre soziale Umwelt und der bessere Kontakt zu nahen Angehörigen und Freunden, zum örtlichen Supermarkt, dem Hausarzt und der Gemeinde usw. Zu diesem Zweck sollte Senioren aus den beiden Orten Vrees (Emsland, DE) und Aa en Hunze (Drenthe, NL), denen es an Mobilität fehlt, mit Videotelefonie der Austausch untereinander und mit der Verwandtschaft erleichtert werden. Ausgangspunkt des Projektes war der Wunsch herauszufinden, ob moderne Kommunikationstechnologie, wie z.B. Videotelefonieren über das Internet mit Hilfe von stationären Computern (in Vrees) oder mit Hilfe von Tablets (in Aa en Hunze) dazu beitragen kann, dass ältere Menschen länger selbstständig zu Hause wohnen können, ohne dass Vereinsamung oder Vernachlässigung drohen. Ein wesentliches Ziel in Aa en Hunze war es zudem, herauszufinden, ob die Nutzung von Videotelefonie über Tablets zu einer Entlastung von pflegenden Familienangehörigen führen könnte. Das Praxisexperiment bezog sich vor allem auf die Zielgruppe der über 70jährigen, die keine oder wenig Erfahrung mit modernen Kommunikationsmitteln haben.
Aufgrund der kurzen Projektdauer, der kleinen Testgruppe und der begrenzten finanziellen Mittel sollte das Projekt in beiden Ländern der ersten Orientierung dienen. Das wesentliche Resultat war, dass die Probandinnen ihre Computerscheu gänzlich überwunden hatten. Sie waren begeistert von der Möglichkeit, bspw. mit den Kindern und Enkelkindern über eine Bildverbindung kommunizieren zu können. Diese Form der Kommunikation hatte für sie eine deutlich höhere Qualität als die über das herkömmliche Telefon.
Auf deutscher Seite war und ist das Projekt Vitaldorf eingebettet in das in Vrees seit langem bestehende und von großem ehrenamtlichen Engagement getragene Projekt „Wir für Euch - Altwerden in Vrees“, das in dem neugebauten und im Juli 2014 eröffneten „Multifunktionalem Zentrum“ einen Höhepunkt erreicht hat.
In Aa en Hunze war und ist „Vitaldorf der Zukunft" eines der Projekte (u.a. ergänzt durch das große internationale I – Age Projekt), die einen Beitrag zur Umstrukturierung des niederländischen Pflegebereichs leisten sollen, in dessen Verlauf die dortigen Kommunen dafür sorgen müssen, dass ältere Bürger so lange wie möglich zuhause leben und gepflegt werden können. Die Unterbringung in Wohnheimen soll nur im äußersten Notfall die Lösung sein.
Im September 2014 wurde das Folgeprojekt Vitaldorf der Zukunft II gestartet; Projektende ist März 2015. Besonderheiten: Die Gemeinde Vrees und die Gemeente Aa en Hunze wurden im November 2014 für ihre vorbildliche Kooperation mit dem Grenzpreis der Ems-Dollart Region ausgezeichnet.

Handlungsfeld
  • Wohnen und Gebäude
  • Leben und Arbeiten
Zeitraum 03.2011 bis 07.2013
Projektbeteiligte
Kommune / Verwaltung: Gemeinde Vrees; Gemeente Aa en Hunze; Regionalmanagement LEADER Region Hümmling

Bürger: X

Verein / Kammer: Stichting STAMM

Unternehmen: DENIES - Deutsch-Niederländisches Servicecenter für Sprache und Kommunikation; IT-Dienstleistungsgesellschaft mbH Emsland

Forschung / Bildung: Hanze University Groningen

Stakeholder
  • Kommune / Verwaltung
  • Bürger
  • Verein / Kammer
  • Unternehmen
  • Politik
  • Forschung / Bildung
Zielgruppe
  • Bürger
Räumlicher Fokus des Projektes
  • ländlicher Raum
Land
  • D
  • NL
Reifegrad des Projektes
  • Best Practice
Technologie
  • IKT
Ansprechpartner des Projektes
DENIES - Deutsch-Nederlands Plus
Frau Bettina Fabich
Im Technologiepark 4
26129 Oldenburg
Deutschland
Telefon: +49 (0)44199849333
weitere Projektinformationen

Zu finden in: Projekte

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